Firstzelt

Wer entweder auf dem Campingplatz oder in der freien Natur übernachten möchte, der entscheidet sich für ein hochwertiges Zelt. Speziell das Firstzelt ist beliebt bei Menschen, die etwas Erfahrung im Bereich Outdoor und Abenteuer mitbringen. Und dafür gibt es gute Gründe, wie man bei genauerem Hinsehen feststellt. Die dreieckige Form und die unkomplizierte Nutzung machen das Firstzelt zu einem attraktiven Zelttypen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Firstzelt zeichnet sich durch eine dreieckige Form aus.
  • Die hohe Decke wird von vielen Nutzern als weniger erdrückend empfunden.
  • Hochwertige Firstzelte sind UV-beständig und wasserdicht.

Das versteht man unter einem Firstzelt

Das Firstzelt wird mittels zweier senkrecht verlaufender Stangen aufgestellt. An diesen werden die Schnüre zum Abspannen angebracht, die auf der jeweils anderen Seite mit Heringen im Boden fixiert sind. Die Zeltplane bildet das Dach und die Wände in einem. Insoweit unterscheidet sich das Firstzelt nicht von anderen klassischen Zelten.

Die Plane wird beim Firstzelt so aufgespannt, dass es aussieht wie ein Dreieck. Die Höhe macht das Schlafen und den Aufenthalt in einem Firstzelt angenehm. Zudem schützt das Zelt zuverlässig vor Regen, Kälte und Wind.

Wer das Firstzelt nicht zum Übernachten verwenden möchte, kann es dennoch praktisch nutzen. Es dient zum Beispiel als Erweiterung um Wohnwagen, weil es das Regendach oder ein Sonnendach ersetzt.

Diese Vorteile bietet das Firstzelt

Das Firstzelt gilt als der Klassiker unter den Zelten. Es lässt sich vielseitig einsetzen und ist in Bezug auf den Aufbau nicht kompliziert. Mit mindestens einer zweiten Person als Helfer gelingt der Aufbau meistens innerhalb einer halben Stunde – sogar Ungeübten!

Ein Firstzelt ist – je nach Material, Verarbeitung und Hersteller – wasserfest und stabil. Selbst einem kräftigen Wind kann es dank seiner Bauweise problemlos standhalten. Die Voraussetzung dafür ist natürlich, dass man es professionell aufgebaut hat und der Boden trocken sowie fest ist. Nur so finden die Heringe den gewünschten Halt.

Das Firstzelt dient gleichzeitig als Schutz vor Insekten. Der Einstieg lässt sich fest verschließen. Bei den meisten Modellen ist ein Fliegengitter integriert. Schnaken und anderen Insekten haben daher keine Chance, in das Zelt zu gelangen. Das ist gerade beim Zelten im Winter essenziell.

Wer sich für ein hochwertiges Firstzelt entscheidet, der profitiert von einer guten Belüftung und einer angenehmen Größe. Hat man nicht gerade akute Platzangst, gestaltet sich der Aufenthalt im Zelt aus diesen Gründen angenehm. Es lässt sich hier auf problemlos mehrere Tage oder Nächte aushalten.

Diese Nachteile gehen mit dem Firstzelt einher

Manche Firstzelte sind nicht so gut verarbeitet, wie sie es sein sollten. Das bedeutet, dass sie entweder Wind oder Regen durchlassen. In diesem Fall steigt das Risiko für eine Erkältung.

Das Firstzelt ist in der Regel eher minimalistisch ausgestattet. Viele Modelle kommen ohne Fenster oder andere Vorrichtungen – wie zum Beispiel ein Vordach – daher. Dafür sind sie günstiger als einige andere Zelttypen.

Das Firstzelt bietet aufgrund der dreieckigen Form und wegen der Winkel der Wände einen großen Widerstand gegenüber Wind. Daher ist das Risiko gegeben, dass die Plane während eines Sturms oder bei starkem Wind abhebt.

Darauf sollte man beim Kauf eines Firstzelts achten

Wer sich ein neues Firstzelt anschaffen möchte, sollte viel Wert auf eine ausreichende Größe legen. Selbst wenn das Zelt nur von einer Person genutzt wird, bietet sich die Anschaffung eines 2-Personen-Zeltes an. Dann hat man genügend Platz, um es sich bequem zu machen und das Zelt selbst kostet trotzdem kaum mehr.

Das Material muss nicht nur wasserdicht sein, sondern auch UV-beständig sein. So geht man sicher, dass das neue Zelt nach der mehrfachen Benutzung noch gut aussieht und nicht rissig oder spröde wird.

Die Rezensionen anderer Kunden geben einen Aufschluss darüber, wie einfach sich das Zelt aufbauen lässt. Manche Hersteller geben potenziellen Kunden die Chance, vorab einen Blick auf die Anleitung für den Aufbau zu werfen.

Diese sollte man sich ansehen, um herauszufinden, wie viele Heringe, Schnüre und andere Teile mitgeliefert werden. Die Zeichnungen geben einen ersten Aufschluss darüber, ob sich der Aufbau kompliziert gestaltet oder nicht.

So ist ein hochwertiges Firstzelt ausgestattet

Ein gutes Firstzelt verfügt über ein Innenzelt mit entsprechender Lüftung. So wird dem Schimmeln vorgebeugt und Stockflecken bleiben aus. Außerdem kann man nachts besser schlafen, wenn ausreichend viel Sauerstoff in das Zelt gelangt.

Die Eingänge müssen groß genug sein und sich mit einem Reißverschluss öffnen sowie schließen lassen. Machen Sie Reißverschlüsse einen soliden Eindruck und sind leichtgängig, gehen sie nicht so schnell kaputt.

Die Sturmleinen dienen als Sicherung, wenn es einmal windiger wird als erwartet. Sie unterstützen die normalen Heringe, welche die Basis des Firstzelts stützen. Man kann sie entweder pauschal anbringen oder ergänzt sie, sofern der Wetterbericht starken Wind meldet.

Der Boden des Zelts besteht aus möglichst dickem Material. Infrage kommt Nylon, welches sowohl Schmutz als auch Wasser abhält. Es ist recht leicht, sodass man das Zelt auch gut im Rucksack bei der nächsten Wanderung oder beim Radausflug mitnehmen kann.

Das Gestände des Zelts muss gleichzeitig leicht und stabil sei. Meistens bestehen die einzelnen Segmente aus Aluminium. Sie sollten rostfrei sein, weil sich der Rost sonst während der Lagerung durch das Material fressen kann.

Wie man ein Firstzelt repariert und pflegt

Aufgrund des leichten Materials und der Nutzung im Außenbereich kann ein Firstzelt trotz einer sehr guten Qualität irgendwann kaputtgehen. Wer dann weiß, wie man es auf eigene Faust schnell repariert, muss sich eventuell gar kein neues Zelt anschaffen.

Vor dem Aufstellen des Zeltes nimmt man den Boden genau unter die Lupe. Befinden sich spitze oder scharfe Gegenstände auf dem Untergrund, werden diese vorab entfernt. So vermeidet man Löcher im Boden des Zelts.

Das Zelt wird vor dem Verpacken mit einem feuchten Tuch innen sowie außen abgewischt. Es muss trocknen, bevor man es wieder verstaut – ansonsten kann es schimmeln oder unangenehm riechen.

Wird das Zelt über einen längeren Zeitraum gelagert, sollte es trocken sowie weder zu warm noch zu kalt gelagert werden. So schont man das Material und beugt der Ermüdung vor.

Befinden sich Risse im Zelt, kann man diese mit einem Faden und einer Nadel vernähen. Soll es sehr schnell gehen, verwendet man Klebeband, welches sich hinterher wieder einfach ablösen lässt – ohne Schäden zu verursachen. Es gibt speziellen Dichtungskleber, den man ebenfalls verwenden kann. Richtig aufgetragen sorgt dieser dafür, dass man das Firstzelt noch jahrelang nutzen kann.

Ist ein Gestänge gebrochen, kann man auch dieses mit Klebeband kurzfristig stabilisieren. Viele Hersteller bieten einen Ersatz an, den man für kleines Geld zugesendet bekommt. Fragen kostet nichts!

Fazit: Das Firstzelt als der Allrounder unter den Zelten

Wer sich für ein Firstzelt entscheidet, den erwartet eine große Auswahl im Handel. Weil es sich um den Klassiker unter den Zelten handelt, gibt es sowohl günstige als auch teure Modelle in allen möglichen Größen und Ausführungen. Das Firstzelt eignet sich sowohl für Anfänger als auch für erfahrene Outdoor-Fans. Wichtig ist, dass man sich ein hochwertiges Modell anschafft. So spart man am Ende Geld, welches man für den mehrfachen Kauf minderwertiger Zelte ohnehin hätte ausgeben müssen.

Häufige Fragen und Antworten

Für wie viele Personen kann ein Firstzelt verwendet werden?

Das hängt von der Größe des Firstzelts ab. Die meisten Modelle eignen sich für eine bis zu vier Personen.

Kann das Firstzelt schimmeln?

Wenn das Firstzelt entweder wegen der Feuchtigkeit aus dem Boden oder wegen Regens nass geworden ist, sollte man es gründlich trocknen lassen. Sonst können sich Stockflecken bilden, die unschön aussehen.

Redaktionsleitung

Von jeher am liebsten in der freien Natur zuhause, begeistert sich unsere Redaktionsleitung Kai für alles, was mit Wandern und Outdoor zu tun hat.