Kuppelzelt

Ob Campen mit der gesamten Familie auf dem Zeltplatz, naturverbundene Wanderungen in den Bergen mit Bekannten oder Festivalbesuche mit Freunden – ein vielseitig einsetzbares und schützendes Zelt sollte man in diesen Situationen immer dabeihaben. In der Praxis hat sich das Kuppelzelt schon vielfältig bewährt. Es besteht aus einer einfachen, aber selbststützenden Konstruktion, ist aufgrund geringer Packmaße leicht zu transportieren und nicht so teuer in der Anschaffung.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Das Kuppelzelt gehört zu den beliebtesten und am häufigsten verwendeten Zelten beim Camping.
  • Es gibt Kuppelzelte für die Sommer- und Winterzeit.
  • Die beiden Materialien Polyester oder Polyamid sind für das Kuppelzelt bestens geeignet.
  • Ein Kuppelzelt hat neben seinen vielen Stärken kaum große Schwächen und eignet sich daher für Jedermann.
  • Defekte Stellen an Kuppelzelten können bereits vor Ort repariert werden.

Wie definiert man ein Kuppelzelt?

Die formgebenden und stabilisierenden Basisträger eines Kuppelzelts sind 2 biegsame Gestängebögen, die sich im oberen Teil des Zeltes kreuzen. Das am häufigsten eingesetzte Material ist Fiberglas, welches leicht und sehr robust ist. Aber auch Stahl oder Aluminium finden gelegentlich Verwendung.

Das Innenzelt wird mit dem Gestänge verbunden und nimmt im aufgebauten Zustand die Form einer Kuppel an. Daher stammt die sehr passende Bezeichnung Kuppelzelt. Bei schönem Wetter erfüllt das Zelt in diesem Zustand bereits seinen Zweck und ist einsatzbereit.

Ist das Wetter regnerisch, stürmisch oder kalt, wird das Außenzelt zusätzlich über das Innenzelt gespannt und ebenfalls mit dem Gestänge verbunden. Das Zelt wird mit mehreren Seilen und Heringen im Boden verankert. Somit bleibt es auch bei starkem Wind stabil am Aufstellplatz stehen.

Oft wird das Kuppelzelt auch als Igluzelt bezeichnet, da die Form sehr an ein Iglu erinnert. Die Kuppelform bietet aufkommenden Wind wenig Angriffsfläche und ist somit sehr stabil.

Die beiden Basisarten der Kuppelzelte

Kuppelzelte gibt es für den Sommer, aber auch für den Winter. Die Sommerversion bietet den Vorteil, gut durchlüftet zu sein und Insekten aus dem Innenraum fernzuhalten. Ermöglicht wird dies über eingenähte Moskitonetze.

Wird das Außenzelt vom Sommer-Kuppelzelt abgenommen, weil die Außentemperaturen zu hoch sind, ist das Zelt besser belüftet und der Insektenschutz bleibt weiter bestehen. Ein drohender Hitzestau kann somit unterbunden werden.

Die eingesetzten Materialien beim Kuppelzelt für die Winterversion zeichnen sich durch bessere thermische Eigenschaften aus. Um die unerwünschte Kaltluft aus dem Innenraum abzuhalten, sind die Moskitonetze verschließbar. Um Schneeverwehungen vom Innenzelt abzuschirmen, reicht das Außenzelt bis zum Boden.

Unter Verwendung von Isomatten, einem Zeltteppich, gefütterten Schlafsäcken und wärmender Kleidung kann ein begeisterter Wintercamper auch mal eine schneereiche Nacht im Zelt verbringen. Wichtig ist auch, dass das Winter-Kuppelzelt vor Nässe, Kälte und Wind gut schützt und ausreichend stabil ist, um auch Schneelasten tragen zu können.

Die verwendeten Materialien eines Kuppelzelts

Kuppelzelte sollen möglichst leicht, robust gegen mechanische Beanspruchungen und atmungsfreundlich sein. Daher kommen synthetische Materialien zum Einsatz, die die genannten Eigenschaften vereinen.

Das Innenzelt besteht hauptsächlich aus dem Material Polyester oder Polyamid. Je dicker der verwendete Stoff dabei ist, desto mehr eignet sich das Zelt für kältere Umgebungstemperaturen. Die Stoffe sind sehr atmungsaktiv, um ein angenehmes Raumklima zu schaffen.

Das Außenzelt eines Kuppelzelts besteht meistens aus dem Material Polyester. Diese verwendeten Stoffe sind reißfest, wasserabweisend, winddicht und leicht zu reinigen.

Die Zeltböden sollten ebenfalls aus einem robusten Material bestehen, denn Feuchtigkeit und hohe mechanische Beanspruchungen müssen ausgehalten werden. Für die Böden werden daher bevorzugt dicht gewebte Polyamide verwendet. Eine unter das Kuppelzelt gelegte Zeltunterlage bietet einen zusätzlichen Nässeschutz und kann die Gebrauchsdauer des Zeltes verlängern.

Die Vor- und Nachteile eines Kuppelzelts

Durch den einfachen Aufbau eines Kuppelzelts sind die Zelte um einiges preiswerter als das Tunnelzelt oder Geodät. Es lässt sich gut verpacken, ist leicht und für den Transport bestens geeignet.

Auch im aufgebauten Zustand benötigt das Kuppelzelt wenig Platz und kann problemlos auch mal

den Standplatz wechseln. Die durch die Konstruktion bedingte Stabilität bleibt auch auf sandigem

oder steinigem Untergrund erhalten.

Durch eine hervorragende Belüftung eignet sich das Kuppelzelt besonders im Sommer. Da das Zelt auch ohne Außenzelt genutzt werden kann, sind heiße Sommertage darunter gut zu überstehen.

Da beim Errichten zuerst das Innenzelt aufgebaut wird, kann es bei Regen bereits nass werden, bevor das schützende Außenzelt darübergelegt wird. Es gibt allerdings auch Modelle, wo das Innen- und Außenzelt bereits verbunden sind. Das Innenzelt kann somit nicht ohne weiteres nass werden.

Die leicht schrägen Wände wirken sich ungünstig auf das Platzangebot aus. Dennoch bietet dieser Zelttyp ausreichend Platz. Bei längeren Campingzeiten sollte man auch auf die Stehhöhe im Kuppelzelt achten.

Welche Kaufkriterien sind zu beachten?

Anhand der unterzubringenden Personen muss die passende Größe eines Kuppelzelts gewählt werden. Für ein bis zehn Personen sind die Zelte ausgelegt. Je größer die Zelte, desto mehr abgetrennte Zeltkabinen können integriert sein.

Mit zunehmender Anzahl von Personen, die im Zelt untergebracht werden sollen, ist auf eine ausreichende Stehhöhe zu achten. Auch bei längeren Ausflügen sollte das Zelt eine ausreichende Höhe von zirka 1,80 Meter aufweisen, damit die Personen nicht alle durch das Zelt kriechen müssen.

Da Kuppelzelte konstruktionsbedingt nur einige Gestänge erfordern, um einen stabilen Stand zu erreichen, sind sie leicht und zeichnen sich durch geringe Packmaße aus. Dadurch können diese Zelte gut verstaut werden.

Die Wassersäule, also der maximal wirkende Wasserdruck, den die Zeltwand abhalten muss, sollte entsprechend dem Einsatzbereich richtig gewählt werden. Je feuchter die Umgebung und, umso länger der Aufenthalt, desto größer muss der Wert der Wassersäule sein. Die Werte reichen von 1500 mm in trockenen Gebieten bis hin zu 5000 mm in feuchten Gebieten.

Das Basiszubehör und Schadensbehebung am Kuppelzelt

Um die Nacht gut zu überstehen, wird die Kombination Isomatte plus Luftmatratze bzw. eine aufblasbare Isomatte als Bett benötigt. Die Isomatte schützt gegen die Bodenkälte. Eine aufblasbare Auflage sorgt für den gewünschten Liegekomfort.

Statt einer Zudecke verwendet man beim Camping im Kuppelzelt einen Schlafsack. Dieser sollte den Umgebungsbedingungen angepasst werden. Im Sommer eignet sich ein dünner Deckenschlafsack. Im Winter ist ein kuschliger und wärmender Mumienschlafsack dringend zu empfehlen.

Um nicht Handtücher oder Anziehsachen als Kopfkissen benutzen zu müssen, eignen sich Campingkissen. Diese können aufblasbar sein und verbessern den Schlafkomfort erheblich. Wenn die Luft wieder abgelassen wird, ist das Kissen schnell wieder verstaut.

Sollte doch mal ein Loch in die Kuppelzeltwand gelangen, kann der Schaden vor Ort mit selbstklebenden Flicken schnell behoben werden. Bei undichten Zeltnähten kann mit einem Nahtdichter die defekte Stelle versiegelt werden. Ein defekter Boden wird mit einem speziellen Bodenflicken repariert.

Fazit

Das Kuppelzelt ist ein Allrounder für den normalen Campingeinsatz. Es ist leicht, schnell aufgebaut und windstabil. Es kann auch im aufgebauten Zustand transportiert werden, bis der optimale Standplatz gefunden wurde. Für warme und stürmische Gegenden ist es bestens geeignet.

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Wozu braucht man eine Zeltunterlage im Kuppelzelt?

Egal, in welchem Zelt die Nacht verbracht werden soll, eine Zeltunterlage soll den Zeltboden vor

Nässe, Schmutz und mechanischem Verschleiß schützen. Bei den meisten Kuppelzelten ist ein Zeltboden bereits vorhanden.

Kann ein Kuppelzelt bei Verschmutzung gereinigt werden?

Ja, vorzugsweise mit reinem Wasser. Bei starker Verschmutzung eines Kuppelzelts darf auch ein geeigneter Zeltreiniger verwendet werden.