Burgruine Laimburg bei Pfatten in Südtirol

Hoch oben auf dem Mitterberg zwischen dem Etschtal und Kaltern thront die Burgruine Laimburg, umgeben von Bäumen, die das Anwesen schützen. Die erste beurkundete Datierung geht auf das Jahr 1269 zurück. Im 15. Jahrhundert war in der Burg das Landgericht Pháttenn Laymburg integriert. Das Gelände ist über die vielen Wanderwege rund um die Burg zu erreichen.

Layenburg im 13. Jahrhundert

Der Graf Meinhard II. Von Tirol verlieh die vest Layenburg im Jahr 1269 an Heinrich Laianus, einem engen Vertrauten, der aus einem Bürgergeschlecht aus Bozen stammte.

In der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts gehörte die Burg den Rottenburgern, die das Anwesen zwischenzeitlich an den Bischof von Trient verloren. Bei den Kämpfen um die Laimburg wurde diese teils schwer beschädigt.

Noch zweimal wechselte die Laimburg bis zum Ende des 15. Jahrhunderts ihren Besitzer, bevor auch der Letzte das Anwesen verließ. Seit dem Abzug des letzten Fürsten thront die Laimburg als Ruine auf dem Mitterberg.

Rundweg auf dem Mitterberg

Einer der schönsten Wanderwege führt über dem Kalterer See über den Mitterberg. Ausgangspunkt ist der Parkplatz am Kreithsattel. Von dem Parkplatz startet die zehn Kilometer lange Tour und endet auch dort.

Zunächst geht es in Richtung der Leuchtenburg, die nach etwa 25 Minuten Wanderzeit erreicht wird. Das ist die erste Möglichkeit für eine kleine Verschnaufpause, denn bis zum höchsten Punkt sind es noch rund 500 Höhenmeter.

Nach gut einer Stunde Wanderung geht es an den Rosszähnen, einer Felswand vorbei in Richtung der Ruine Laimburg. Die erreichen Wanderer nach einer weiteren Wanderstunde.

Von der Ruine aus gibt es den wunderschönen Blick über das Tal bis zum Kalterer See. Die Laimburg ist frei zugänglich und wird nicht überwacht. Bis zum Parkplatz sind es von dort noch rund 20 Minuten.

Wer nur die Laimburg besuchen möchte, der läuft den Weg in die andere Richtung und erreicht die Ruine nach spätestens 20 Minuten Wanderung.

Rund um den Kalterer See

Erfahrene Wanderer schätzen nicht nur die Höhen in Südtirol, sondern auch seine einzigartigen Seen. Der zur Laimburg gehörende Kalterer See wurde von den Fürsten zum Baden genutzt. Er galt schon immer als der See, zu dem sich der Tiroler Adel verpflichtet fühlte.

Heute wird der Kalterer See von Einheimischen ebenso gut besucht wie von Urlaubern. Der Ausgangspunkt ist Kaltern. Wer von Bozen, der Südtiroler Landeshauptstadt anreist, nutzt von der Rittner Seilbahn Talstation die Buslinie 131 „Kalterer Express“, der mehrmals stündlich verkehrt.

Einer der interessantesten Routen um den Kalterer See beginnt in St. Josef am See direkt am Ufer des Kalterer Sees. Die Tour geht im Uhrzeigersinn um den See herum. Die Wanderung dauert rund zwei Stunden.

Obstgärten am Kalterer See

Unterhalb der Laimburg auf einer Höhe von rund 240 Metern über dem Meeresspiegel führt der Obstwanderweg am Kalterer See vorbei. Die Gärten mit den Weinreben und den Apfelbäumen blühen im Frühling, was der Landschaft einen einmaligen natürlichen Duft verleiht.

Auf der asphaltierten Straße kommen ab und zu Wanderer und Fahrradfahrer entgegen, die das schon fast mediterrane Klima auf dem Wanderweg unterhalb der Laimburg genießen.

Hier und da bieten die Landwirte auf ihren Höfen eine Weinverkostung oder laden zur Einkehr ein. In den Bio-Läden der Höfe können Besucher leckere Apfelsäfte und einen hausgemachten Apfelstrudel kaufen. Ergänzt wird das Angebot aus Kräutern, Tee und geräuchertem Südtiroler Hausschinken.

Am See angekommen gibt es die Möglichkeit zum Baden, eine Tour mit dem Tretboot zu erleben oder einfach einen Kaffee zu genießen in der angrenzenden Bar.

Festes Schuhwerk auf dem Laimburger Wanderweg

Wanderer, die eine Tour auf dem Mitterberg planen, benötigen für die Strecke unbedingt festes Schuhwerk. Teils geht es über unebene Wege und Steine. Nur auf dem asphaltierten Rundweg um den Kalterer See reichen Sportschuhe.

Im Herbst kann auch auf niedriger Höhe das Wetter umschlagen. Deshalb gilt immer eine Wind- und Regenjacke mitzuführen. Der Herbst bietet einen der schönsten Anblicke, wenn die Bäume sich in die herbstlichen Farben hüllen.